Mineralwasser - schon mal darüber nachdacht?
Die meisten von uns kaufen Mineralwasser nach Lust, Laune, Preis oder nach Gewohnheit. Kaum jemand macht sich die Mühe, auf die Zusammensetzung des Wassers zu schauen. Und die Unterschiede zwischen den über 1000 in Deutschland angebotenen Wässern sind rießig. Bringen wir etwas Licht uns Dunkel und klären wir, was ein gutes Mineralwasser ist.
Unser Körper besteht aus über 60% Wasser, bei einer 80 kg Frau also so um die 48 kg oder Liter reines Wasser. Da sind Gewichtsschwankungen auf der Waage durch kleine Wasserverluste (Schwitzen, Sauna) oder Wasserretentionen (viele KH, Salz) ganz normal und keine Grund zur Panik. Wasserverluste sind aber keine echten Abnehmerfolge und Einlagerung keine Zunahmen. Nun kommt das Wasser im Körper nicht in Reinform vor, sondern in diesem Wasser sind verschiedene Elektrolyte gelöst. Die wichtigsten im Raum zwischen den Zellen sind Natrium, Chlorid und Bicarbonat, innerhalb der Zellen sind mehr Magnesium, Kalium und verschiedene Phosphate gelöst. Das Zusammenspiel zwischen den Ionen innerhalb und außerhalb der Zellen ist in engen Grenzen angelegt und wird durch osmotische Verschiebungen geregelt. Ist irgendwo eine höhere Konzentration an diesen Ionen vorhanden, dann wird durch Wasserzufuhr solange “verdünnt” bis die Mengenverhältnisse wieder stimmen.
So und jetzt kommt unser Mineralwasser ins Spiel, denn auch im Mineralwasser sind Ionen enthalten, diese werden hier oft auch Salze genannt. Trinken wir nun ein Wasser mit einem Mineralgehalt, der in etwas den Mengenverhältnissen im Körper entspricht, dann sind wenige Verschiebungen nötig, um im Körper wieder eine Balance herzustellen. Ist das Wasser aber vom Salzgehalt des Körpers sehr unterschiedlich, dann muss unser Organismus diese erst wieder nachregeln. Daher spricht man bei guten Sportgetränken gerne von “isotonen” Getränken.
Was verlangen wir nun von einem vernünftigen Mineralwasser in der Abnehmphase? Der Gehalt an Natrium darf nicht zu hoch sein, sonst gibts Wassereinlagerungen und die Waage stöhnt am kommenden Morgen. Achten Sie auf Gehalte an Natrium (Na) unter circa 30mg/l. Schwitzen Sie stark, treiben Sie viel Sport oder nach ausgiebigem Alkoholgenuss sollte es mehr sein.
Kalium ist der Gegenspieler vom Natrium, es reguliert die Herz- und Muskeltätigkeit, entspannt Muskeln und Nerven. Mit genügend Gemüse, Obst und Milch decken wir die nötigen 2g/Tag. Ein Mineralwasser mit einem höheren Gehalt an Kalium kann aber in der Abnehmphase nicht schaden. Über 5mg/Liter sind zu empfehlen, besonders kaliumhaltig sind Altmühlthaler (Aldi) Apollinaris medium, Azur medium, Geroldsteiner, Rhönssprudel.
Calcium und Magnesium sind Mineralien, die unser Körper dringend benötigt. Zwar decken wir unseren Bedarf über Milch- und Milchprodukte, über Gemüse, Getreide und Nüsse, aber ein Plus über ein mineralreiches Wasser schadet auf keinen Fall. Achten Sie auf Gehalte an Calcium ab 150 mg und mehr und bei Magnesium über 50 mg/Liter.
Sehr häufig wird zwischenzeitlich auch die Gesamtmineralisation angegeben: Gehalte unter 500mg/l gelten als mineralarm, zwischen 500 und 1000 mg/l sind optimal, höhere Mineralisation ist für Sportler zu empfehlen.
Achtung: Sehr mineralarme Wässer (Edeka, Kaufland, Lidl Saskia, Penny; Vitel, Volvic) sind unserer Meinung ungünstig, denn durch den osmotischen Ausgleich im Körper rauben diese “leeren” Wässer dem Körper wertvolle Mineralien. User berichten über starke Kopfschmerzen in der Zündungs- und Abnehmphase und über vermehrte Muskelkrämpfe. Diese Wässer haben den Namen Mineralwasser auch kaum verdient.
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